Glanzruß ist keine normale Verschmutzung, sondern eine harte, teerartige Ablagerung in Ofen, Rauchrohr und Schornstein. Er erhöht die Brandgefahr massiv, lässt sich nicht durch einfaches Kehren lösen und gehört in fast allen Fällen in die Hände von Profis. Hier erfährst du, wie Glanzruß entsteht, woran du ihn erkennst, welche Verfahren Fachbetriebe zum Entfernen einsetzen, welche Kosten auf dich zukommen und wie du zuverlässig vorbeugst.
Was ist Glanzruß – und warum ist er so gefährlich?
Glanzruß (auch Hartruß) ist eine besonders harte, schwarze und glänzende Rußform. Er entsteht durch unvollständige Verbrennung von Holz oder anderen Festbrennstoffen. Seine klebrig-teerähnliche Struktur setzt sich bevorzugt an kälteren Innenflächen fest, härtet dort aus und kann sich später durch Hitzeeinwirkung selbst entzünden.
- Optik/Struktur: Hart, schwarz, glänzend; erinnert an Harz oder Teer; klebrig bei Wärme, hart bei Kälte.
- Zusammensetzung: Kondensierte Holzgase, Wasser und Schwebstoffe; thermisch instabil.
- Besonderheit: Nicht durch normales Kehren entfernbar.
Unterschied zu anderen Rußarten
- Flockenruß/Weichruß: Locker aufliegend, lässt sich abkehren.
- Schmierruß: Ölig und schmierig, mechanisch entfernbar.
- Glanzruß: Hart, fest haftend, nur mit Spezialverfahren zu lösen.
Merke: Glanzruß ist eine eigenständige Gefahrenquelle. Er kann bei einem Kaminbrand auf das bis zu Zehnfache seines Volumens aufquellen, Abgaswege blockieren und so Erstickungs- und Kohlenmonoxidgefahr verursachen.
Wie entsteht Glanzruß? Typische Ursachen
Glanzruß ist immer Folge einer unvollständigen Verbrennung. In der Praxis führen mehrere Faktoren häufig in Kombination zur Bildung:
- Zu feuchtes Brennholz: Liegt die Holzfeuchte über ~20 %, wird Energie zum Verdampfen des Wassers „verbrannt“ statt zur Feuerführung. Die Rauchgase bleiben zu kühl, kondensieren an den Wänden – Glanzruß entsteht.
- Zu wenig Luft/Sauerstoffmangel: Beliebt, aber problematisch: Nach dem Anheizen große Scheite nachlegen und die Luftzufuhr drosseln. Ergebnis: kleine, schwache Flammen – aber viel Rauchgas und Kondensat.
- Kalter, ungedämmter Schornstein: Vor allem bei Außen- oder langen Abzügen kühlen Rauchgase stark ab. Kondensate schlagen sich nieder und verharzen.
- Falscher Schornsteinquerschnitt:
- Zu klein: Gase bremsen ab, Verweilzeiten steigen, Abkühlung und Kondensation nehmen zu.
- Zu groß: Schornsteinwände werden nur langsam warm; Rauchgase kühlen zu früh aus.
- Verschmutzter Zug/Ascheansammlungen: Mindern den Zug, fördern unvollständige Verbrennung.

Glanzruß erkennen: So diagnostizierst du das Problem
Mit ein wenig Aufmerksamkeit kannst du eindeutige Hinweise entdecken. Eine professionelle Diagnose bleibt dennoch wichtig, um das gesamte Ausmaß zu erfassen.
- Sichtbare Merkmale: Hart, glänzend, pechschwarz; wirkt „lackiert“ oder „verglast“.
- Haftung: Lässt sich nicht durch Wischen oder normales Kehren lösen.
- Wo er auftritt: In der Brennkammer, am Türrahmen, im Ofenrohr, im Schornstein – bevorzugt an kalten Bereichen und Engstellen.
Tipp: Bitte deinen Schornsteinfeger regelmäßig um Kontrolle. Fachleute erkennen Frühstadien sicher – oft mit Inspektionskamera, die Dicke und Ausbreitung dokumentiert.
| Anzeichen | Wahrscheinliche Ursache/Folge | Empfohlene Reaktion |
|---|---|---|
| Schwarze, glänzende, harte Beläge | Glanzrußbildung | Schornsteinfeger kontaktieren, keine Selbstversuche im Schornstein |
| Starker Rauch, schwache Flammen | Zu wenig Luft, zu feuchtes Holz | Betriebsweise prüfen, Holzfeuchte messen |
| Ruß-/Teergeruch im Raum | Kondensate im Abgasweg, Undichtigkeiten möglich | Fachprüfung, Dichtigkeits- und Sichtkontrolle |
| Zugprobleme, Rauch tritt zurück | Verstopfung/Querschnittsproblem | Sofort Betrieb einstellen und Fachbetrieb rufen |
Risiken: Warum du Glanzruß nicht unterschätzen darfst
- Schornsteinbrand: Glanzruß ist hochexplosiv im übertragenen Sinn – er kann sich entzünden. In der Spitze entstehen Temperaturen um 1.000–1.500 °C.
- Aufquellen des Belags: Bei Brand dehnt sich Glanzruß auf das bis zu Zehnfache aus und kann den Abzug vollständig verschließen.
- Erstickungs- und CO-Gefahr: Rückstauende Abgase sind lebensgefährlich.
- Strukturelle Schäden: Schornstein und umgebende Bauteile sind für solche Temperaturen nicht ausgelegt – es drohen Risse, Durchzündungen, Gebäudebrände.
Wichtig: Verwende bei einem Schornsteinbrand niemals Wasser oder Schaumlöscher. 1 Liter Wasser expandiert zu ca. 1.700 Litern Dampf – Explosionsgefahr im Schornstein!
Glanzruß entfernen: Welche Verfahren Profis einsetzen
Vorneweg: Glanzruß im Schornstein ist kein Do-it-yourself-Thema. In Deutschland dürfen die meisten Verfahren ausschließlich von qualifizierten Schornsteinfegern oder spezialisierten Fachbetrieben durchgeführt werden. Nur wenn sich Ablagerungen ausschließlich in der Brennkammer bzw. im Ofenrohr befinden, können in Ausnahmefällen spezielle Reinigungsbriketts sinnvoll sein.
1) Mechanische Entfernung (Ausschlagen mit Ketten-/Biegewelle)
Bei dieser Methode setzen Profis rotierende Kettenköpfe oder Biegewellen ein. Die Ketten schlagen den harten, glasigen Belag ab. Typische Merkmale:
- Werkzeuge: Kettenausschlaggerät, Biegewelle, Bohrmaschinenantrieb; rotierender Kettenkopf (oft mit acht Ketten), Gesamtlänge der Welle teils >8 m.
- Wirkprinzip: Rotation spreizt die Ketten, die den Glanzruß mechanisch abtragen; Drehzahl und Drehrichtung (Rechts-/Linkslauf) werden variiert.
- Vorteile: Schnell, sehr effektiv, in der Regel schornsteinschonend, wenn fachgerecht ausgeführt.
- Einsatzbereich: Schornsteinabschnitte und Rauchrohre mit festen Glanzrußschichten.
Hinweis: Die Arbeit erfordert Erfahrung, um Schäden am Schornstein zu vermeiden. Die sichere Führung der Welle, die Auswahl der richtigen Ketten und die Kontrolle der Abtragsintensität sind Profiarbeit.
2) Thermische Entfernung (kontrolliertes Ausbrennen)
Das kontrollierte Ausbrennen – mitunter „Ausschießen“ genannt – imitiert einen Schornsteinbrand, wird aber geplant, überwacht und schrittweise durchgeführt.
- Voraussetzungen: Vorab-Information von Feuerwehr und ggf. Ordnungsamt wegen Rauchentwicklung; Absicherung und Überwachung.
- Ablauf (vereinfacht): Fachleute brennen abschnittsweise von oben nach unten, kontrollieren ständig die Temperaturen und den Brandverlauf, prüfen und schließen/öffnen Klappen gezielt.
- Besonderheiten: Nur von Schornsteinfegermeistern/Fachbetrieben erlaubt; Eigenversuche sind in vielen Regionen behördlich untersagt.
- Eignung: Bei sehr starken, dickschichtigen Glanzrußlagen, die mechanisch allein nicht zufriedenstellend zu lösen sind.
Sicherheitskern: Beim Ausbrennen quillt Glanzruß auf. Der kontrollierte, abschnittsweise Abbrand von oben nach unten verhindert Verstopfungen und minimiert Risiken – das geht nur mit Profi-Überwachung.
3) Chemische Unterstützung (Reinigungsbriketts/-mittel)
Wenn Ablagerungen nur in Brennkammer oder Ofenrohr auftreten, können Reinigungsscheite/Reinigungsbriketts eine Option sein:
- Wirkprinzip: Spezielle anorganische Salze zerfallen ab ca. 650 °C zu katalytisch wirksamen Stoffen. Sie weichen Glanzruß auf und unterstützen dessen Verbrennung.
- Anwendung: Brikett ohne weitere Brennstoffe einlegen, Zuluft offen lassen, Ofenleistung hochfahren, ca. 60–90 Minuten brennen lassen. Wirkstoffasche verbleibt im Feuerraum und wirkt nach.
- Grenzen: Erreicht keinen tiefen Schornstein; bei dortigem Glanzruß zwingend Fachbetrieb einschalten.
- Kostenbeispiel: Einzelbrikett um etwa 17 € zzgl. Versand (Richtwert).
Daneben existieren chemische Rußentferner (Pulver/Granulate) mit ähnlicher Zielsetzung. Wichtig: Falsch angewendet, können sie bei verschmutzten nachgeschalteten Heizflächen Nebenwirkungen haben. Halte Rücksprache mit deinem Schornsteinfeger.
| Methode | Wer darf das? | Einsatzbereich | Vorteile | Risiken/Limitierungen |
|---|---|---|---|---|
| Mechanisch (Ketten/Biegewelle) | Fachbetrieb/Schornsteinfeger | Rauchrohre, Schornsteinzüge | Schnell, effektiv, schornsteinschonend | Erfordert Erfahrung; falsche Handhabung kann Schäden verursachen |
| Thermisch (kontrolliertes Ausbrennen) | Schornsteinfegermeister/Fachbetrieb | Dicke, hartnäckige Beläge | Löst stark eingebrannte Schichten | Nicht für Laien; strenge Sicherheitsmaßnahmen nötig |
| Chemisch (Reinigungsscheite/-mittel) | Du (nur Brennkammer/Ofenrohr), sonst Fachbetrieb | Brennraum und ggf. Rohrnähe | Einfache Anwendung, günstiger | Wirkt nicht im tiefen Schornstein; korrektes Heizen dennoch Pflicht |

Kostenübersicht: Womit du rechnen solltest
Die tatsächlichen Preise variieren je nach Region, Aufwand, Zugänglichkeit und Verschmutzungsgrad. Orientierungswerte:
| Leistung | Typischer Rahmen | Hinweise |
|---|---|---|
| Jährliche Standardreinigung (gelegentlich genutzter Kamin) | ca. 20–30 € | Ohne Glanzruß, Basiskehrung |
| Jährliche Reinigung (Holz-/Pelletheizung) | ca. 40–60 € | Regelmäßig genutzte Anlagen |
| Jährliche Reinigung (täglicher Betrieb) | ca. 70–80 € | Hohe Nutzung |
| Schornstein ausschlagen (mechanisch) | ab ca. 210 € | Nach Zeit- und Sachaufwand |
| Inspektionskamera | Grundgebühr ca. 260 € + ~1 €/Minute | Für Diagnose und Dokumentation |
| Reinigungsbrikett/-scheit | ca. 17 € pro Stück | Nur im Brennraum/Rohr sinnvoll |
Wirtschaftlichkeitsfazit: Regelmäßige Wartung und korrektes Heizen sind deutlich günstiger als nachträgliche Maßnahmen zum Glanzruß-Entfernen – ganz zu schweigen von Schäden eines Kaminbrandes.
Prävention: So vermeidest du Glanzruß dauerhaft
Die beste Strategie gegen Glanzruß ist, seine Entstehungsbedingungen auszuschalten. Setze auf saubere Verbrennung, stabile Temperaturen und korrekten Zug.
1) Richtiges Brennholz
- Holzfeuchte ≤ 20 % – besser darunter. Nutze ein Feuchtigkeitsmessgerät.
- Lagerung: Trocken, luftig, vor Regen/Schnee geschützt; auf Paletten/Latten, nicht direkt auf Boden/Wand.
- Abdeckung: Oben z. B. Wellblech; seitlich offen. Keine vollflächigen Planen – Schimmel- und Feuchtestau!
- Nur unbehandeltes Holz verbrennen. Keine lackierten, imprägnierten, verklebten Reste oder Müll.
2) Saubere Verbrennung im Betrieb
- Genug Sauerstoff: Zuluft laut Herstellerangaben nutzen; Drosselung nur im zulässigen Bereich.
- Holzdimension passend: Keine übergroßen Scheite nachlegen, die nur vor sich hin schwelen.
- Nicht überfüllen: Füllmengen und Betriebsmodi gemäß Bedienungsanleitung.
- Zug sicherstellen: Asche und Ablagerungen rechtzeitig entfernen; Rauchrohrdurchmesser und -führung prüfen lassen.
3) Schornstein und Abgasführung optimieren
- Isolation: Außen- und lange Schornsteine dämmen (z. B. doppelwandige Systeme), damit Abgase nicht auskühlen.
- Querschnitt passend zum Ofen: Zu groß oder zu klein fördert Kondensation – Planung/Prüfung durch den Schornsteinfeger.
- Regelmäßige Wartung: Intervalle mit deinem Schornsteinfeger abstimmen; Inspektionskamera bei Verdacht einsetzen.
Rechtliches: Verantwortung und mögliche Nutzungsuntersagung
Nach deutschem Baurecht müssen bauliche Anlagen so betrieben und instand gehalten werden, dass keine Gefährdung für Leben und Gesundheit entsteht. Ein Kamin mit Glanzruß stellt eine konkrete Brand- und Lebensgefahr dar. In gravierenden Fällen kann die Bauaufsicht die Nutzung eines Ofens untersagen – bis zur fachgerechten Behebung.
Deine Verantwortung: Du bist verpflichtet, deine Feuerstätte sicher zu betreiben, Mängel zu beheben und Wartungen zuzulassen. Verstöße können behördliche Auflagen nach sich ziehen.
Notfall: Was tun bei Verdacht auf Schornsteinbrand?
- Rufe sofort 112 und melde den Verdacht (starker Funkenflug, lautes „Brummen“, extrem heißer Schornstein, Flammen am Schornsteinkopf).
- Kein Wasser, kein Schaum einsetzen. Explosions- und Zerknallgefahr im Schornstein.
- Türen/Fenster geschlossen halten, in der Wohnung bleiben, aber Abstand zum Schornstein halten. Keine weiteren Brennstoffe nachlegen.
- Alle Hausbewohner warnen und Fluchtwege freihalten.
- Zugang sichern für Feuerwehr und Schornsteinfeger, Bedienungsanleitungen bereithalten.
Die Einsatzkräfte entscheiden vor Ort, ob ein kontrollierter Abbrand oder eine Löschung (z. B. mit Pulver) erfolgt. Danach ist eine fachliche Begutachtung Pflicht.
So findest du den richtigen Fachbetrieb
- Schornsteinfeger des Bezirks ansprechen – er kennt deine Anlage, Rechtspflichten und sinnvolle Maßnahmen.
- Angebote einholen für Diagnose (Kamerafahrt) und Entfernungsmethode (mechanisch/thermisch).
- Nach Qualifikation fragen: Erfahrung mit Glanzruß, Ausrüstung (Kettenausschlaggerät, Biegewelle, Temperaturüberwachung), Notfallabläufe.
- Dokumentation sichern: Vorher-/Nachher-Bilder, Protokolle, Empfehlungen zur Prävention.
Fazit
Glanzruß ist ein ernstzunehmendes Sicherheitsrisiko, das du weder ignorieren noch mit einfachen Putzversuchen beheben solltest. Er entsteht durch unvollständige Verbrennung – typischerweise ausgelöst durch feuchtes Holz, Sauerstoffmangel, kalte oder falsch dimensionierte Abgaswege. Erkennbar ist er an harten, glänzenden, teerartigen Schichten, die auf Wischen oder Standardkehren nicht reagieren. Das Entfernen im Schornstein ist Profisache – mechanisch mittels rotierender Ketten/Biegewelle oder thermisch per kontrolliertem Ausbrennen, teils ergänzt durch chemische Unterstützung. Sinnvoll und zulässig für dich selbst sind Reinigungsbriketts ausschließlich dann, wenn Ablagerungen nur im Brennraum/Rauchrohr auftreten. Prävention ist der Schlüssel: trockenes Holz, richtige Bedienung, gut geplante und gedämmte Abgaswege sowie regelmäßige Wartung. So reduzierst du nicht nur Kosten, sondern vor allem die Gefahr eines Schornsteinbrandes mit seinen potenziell verheerenden Folgen.
FAQ: Häufige Fragen zu Glanzruß und Entfernung
Wie oft sollte ich meinen Schornstein kehren lassen?
Das hängt von Nutzung und Brennstoff ab. Gelegentlich genutzte Kamine meist 1–2-mal jährlich, Festbrennstoffheizungen öfter. Dein Schornsteinfeger legt die Intervalle fest und erinnert in der Regel daran.
Kann ich Glanzruß selbst entfernen?
Im Schornstein: Nein, das ist Profiarbeit. Eigenversuche sind gefährlich und teils unzulässig. In der Brennkammer/Rohrnähe sind Reinigungsbriketts eine mögliche Ausnahme – beachte Anwendung und Grenzen.
Wie erkenne ich, ob es „nur“ normaler Ruß ist?
Normaler Ruß ist weich/flockig und lässt sich kehren. Glanzruß ist hart, schwarz und glänzend, teerartig und haftet fest. Im Zweifel: Schornsteinfeger rufen und prüfen lassen.
Warum ist feuchtes Holz so problematisch?
Es entzieht dem Feuer Wärme, die Gase bleiben kühler, kondensieren an Wänden und bilden glanzrußfähige Teerstoffe. Nutze Holz mit ≤20 % Restfeuchte und lagere es luftig, trocken und erhöht.
Hilft es, die Luftzufuhr stark zu drosseln, damit das Holz länger hält?
Nein. Zu wenig Sauerstoff führt zu unvollständiger Verbrennung, viel Rauchgas und Glanzrußbildung. Besser: ordentliche Luftführung entsprechend der Bedienungsanleitung.
Was kostet es, Glanzruß entfernen zu lassen?
Für mechanisches Ausschlagen kannst du grob ab 210 € rechnen; Kameradiagnose oft um 260 € Grundgebühr plus Minutenpreis. Region, Aufwand und Zustand beeinflussen den Endpreis stark.
Ist ein kontrolliertes Ausbrennen immer nötig?
Nein. Häufig lässt sich Glanzruß mechanisch entfernen. Ausbrennen ist eine Option bei sehr dicken, eingebrannten Schichten – die Entscheidung trifft der Fachbetrieb nach Diagnose.
Was passiert, wenn ich Glanzruß ignoriere?
Das Risiko eines Schornsteinbrandes steigt deutlich. Es drohen Aufquellen der Schichten, Verstopfung, CO-Gefahr und schwere Gebäudeschäden. Zudem können Behörden die Nutzung untersagen.
Kann ich mit Reinigungsbriketts „vorsorgen“?
Sie können Beläge im Brennraum aufweichen und deren Verbrennung unterstützen, ersetzen aber keine korrekte Verbrennung und Wartung. Zur Prävention sind trockenes Holz, richtige Bedienung und guter Zug entscheidend.
Mein Schornstein ist außenliegend und oft kalt. Was tun?
Dämmung bzw. doppelwandige Systeme reduzieren Auskühlung und Kondensation. Lass Planung und Umsetzung vom Fachbetrieb prüfen, damit Dimensionierung und Zug stimmen.
Gelten rechtliche Pflichten?
Ja. Du musst deine Feuerstätte sicher betreiben und warten. Bei Gefährdung (z. B. massiver Glanzruß) kann eine Nutzungsuntersagung erfolgen – bis zur fachgerechten Behebung.
Was mache ich bei Verdacht auf Schornsteinbrand?
Sofort 112 rufen, kein Wasser/Schaum einsetzen, Türen geschlossen halten, nichts nachlegen, Hausbewohner warnen und Zugang für die Einsatzkräfte sichern. Danach bringt der Schornsteinfeger die Anlage wieder in einen sicheren Zustand.
